Ein Jahr – das sich eigentlich schon lange angekündigt hat

Mein bisher persönlichster Artikel und die Antwort auf mein „Warum“. Von Corina Betti

Ein Schnappschuss im Auto kurz vor Weihnachten
Ein Schnappschuss im Auto kurz vor Weihnachten

Wie viel passt in ein Jahr?

Wenn ich auf 2025 zurückblicke, fühlt es sich weniger wie ein einzelnes Jahr an und mehr wie ein längerer innerer Weg, auf dem sich vieles erst lösen musste, bevor Neues entstehen konnte. Leise, manchmal zäh, manchmal überraschend klar.

Manchmal beginnt Veränderung ganz unspektakulär.
Mit einer kleinen Idee.
Mit dem Wunsch, etwas zu verschönern, ohne zu ahnen, was daraus entsteht.

Zwischen den Jahren wollte ich eigentlich nur die Decke streichen.
Ein überschaubares Projekt.
Etwas, das man anfängt und wieder abschließt.
Doch wie so oft im Leben blieb es nicht dabei.

Was passiert ist: Aus dem spontanten Deckenanstrich wurde ein komplettes Housemakeover. Raum für Raum. Schicht für Schicht.
Nicht geplant, nicht strategisch, sondern aus einem inneren Bedürfnis heraus, Dinge neu zu ordnen. Quasi „einen frischen Anstrich“, wie man so schön sagt.

Während ich Wände gestrichen, Möbel verschoben und losgelassen habe, was nicht mehr passte, wurde mir klar, dass 2025 genau so verlaufen ist.
Ein Jahr, das klein begonnen hat und größer wurde, als ich es erwartet hätte.  Ein Jahr, in dem ich mich selbst neu sortiert habe.
Leise, ehrlich und Schritt für Schritt.

Dieser Jahresrückblick ist eine Einladung, mit mir durch dieses Jahr zu gehen. Durch Zweifel, Ängste und mutige Entscheidungen. Durch Sichtbarkeit, innere Klarheit und Veränderung. Und am Ende wieder zurück zu meinem Haus, das mehr zeigt als neue Farbe.

Ein kleiner Einblick in mein spontanes HouseMakeover

Die leise Vorbereitung und viele innere Fragen

Zu Beginn dieses Jahres war da vor allem ein Gefühl von innerer Unruhe, das sich nicht klar benennen ließ, aber immer präsenter wurde. Es war dieses stille Wissen, dass etwas in mir nicht mehr nur Gedanke, Idee oder Wunsch bleiben wollte, sondern endlich Form annehmen musste.

Gleichzeitig wusste ich noch nicht, wie diese Form aussehen kann, wohin sie führt und ob ich den Mut habe, sie wirklich sichtbar zu machen. Dieses Spannungsfeld hat mich lange begleitet. Zwischen Vorfreude und Zurückhaltung. Zwischen innerem Drängen und der Angst, mich festzulegen.

Das erste halbe Jahr habe ich deshalb viel im Stillen gearbeitet. Nach außen war davon kaum etwas zu sehen. Innen hingegen war es laut. Ich habe viel gedacht, geschrieben, wieder verworfen und neu angesetzt. Ich habe Sätze formuliert und gelöscht, Konzepte entworfen und beiseitegelegt. Ich habe gezweifelt, ob das, was ich zu sagen habe, relevant ist. Und ich habe immer wieder Hoffnung gefasst, dass genau darin meine Aufgabe liegen könnte.

Oft fühlte es sich an, als würde ich versuchen, Ordnung in ein großes inneres Sammelsurium zu bringen. Erfahrungen aus verschiedenen Lebensphasen. Berufliche Umwege. Persönliche Brüche. Erkenntnisse, die nicht aus Lehrbüchern stammen, sondern aus gelebtem Alltag. Alles lag da, gleichzeitig wertvoll und unübersichtlich. Und immer wieder tauchte dieselbe Frage auf, leise, aber hartnäckig. Darf ich mir das wirklich erlauben?

Mit 51.
Mit einer Geschichte, die nicht geradlinig ist.
Mit Erfahrungen, die nicht perfekt sind, aber ehrlich und getragen vom echten Leben.

Diese Frage hat mich lange beschäftigt. Nicht, weil ich keine Antworten finden wollte, sondern weil ich gelernt habe, wie tief alte Zweifel sitzen können. Zweifel daran, ob es noch Zeit ist. Ob der eigene Weg noch zählt. Ob man sich noch neu zeigen darf, ohne sich erklären zu müssen.

Rückblickend war diese Phase kein Stillstand. Sie war eine Vorbereitung. Eine innere Klärung, die Zeit gebraucht hat, damit das, was entstehen wollte, auf einem stabilen Fundament stehen kann.

Bei einer Auszeit im schönen Schwarzwald kreisen noch die Gedanken

Der Schritt in die Sichtbarkeit mit 51

Im Juli 2025 habe ich eine Entscheidung getroffen, die sich im Außen vielleicht unspektakulär anfühlt, für mich innerlich aber ein großer Schritt war. Ich habe beschlossen, meinen inneren Prozess nicht länger nur mit mir selbst auszumachen. Nicht mehr alles im Stillen zu sortieren, zu denken und zu verwerfen, sondern sichtbar zu werden mit dem, was in mir gereift ist.

Ich bin mit shine nach außen gegangen. Ganz bewusst an meinem 51. Geburtstag. Nicht als Statement, sondern als persönliches Zeichen dafür, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, um sich zu zeigen, sondern nur den Moment, in dem man bereit ist, loszugehen.

Dieser Schritt war kein spontaner Impuls. Ihm gingen Monate der Vorbereitung voraus. Viele Abende mit Notizen, offenen Fragen und inneren Gesprächen. Immer wieder habe ich mich gefragt, ob das, was ich vorhabe, trägt. Ob ich genug Klarheit habe. Ob ich mich damit wirklich zeigen will. Und ob ich aushalte, was Sichtbarkeit mit sich bringt, nämlich nicht nur Resonanz, sondern auch Zweifel, Unsicherheit und das Gefühl, sich angreifbar zu machen.

Die Angst vor Sichtbarkeit war dabei nie weg. Sie war von Anfang an Teil dieses Prozesses. Sie saß neben mir, wenn ich Texte veröffentlicht habe. Sie meldete sich, wenn ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe. Sie war da, wenn ich mich gezeigt habe und gespürt habe, dass jetzt etwas beginnt, das sich nicht mehr einfach zurücknehmen lässt. Dass Worte draußen sind. Gedanken gelesen werden. Dass ein Teil von mir sichtbar wird, den ich vorher geschützt hatte.

Lange Zeit habe ich geglaubt, diese Angst müsste erst verschwinden, bevor ich losgehen kann. 2025 hat mich etwas anderes gelehrt. Ich habe gelernt, die Angst mitzunehmen, ohne ihr die Macht zu überlassen. Sie darf da sein. Sie darf mich begleiten. Aber sie entscheidet nicht mehr über meine Richtung. Mit jedem Schritt wurde sie leiser. Nicht, weil sie verschwunden ist, sondern weil ich begonnen habe, ihr nicht mehr alles zu glauben.

Dieser Schritt in die Sichtbarkeit war kein Sprung ins Ungewisse, sondern ein vorsichtiges Nach-vorne-Gehen. Mit Respekt vor mir selbst. Mit dem Wissen, dass ich nicht alles wissen muss, um anzufangen. Und mit der Erfahrung, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern sich trotz dieser Angst zu zeigen.

Shine Logo

Das shine Logo ist eher zufällig entstanden.

Mein leiser Start auf Instagram und der Moment, in dem ich mich getraut habe

Ein wichtiger Teil dieses Jahres begann auch auf Instagram, ganz leise und ziemlich holprig. Am Anfang habe ich mich nicht gezeigt. Ich habe nur Texte gepostet. Worte, die sich für mich oft viel zu groß, viel zu mutig und ehrlich gesagt auch ziemlich peinlich angefühlt haben. Viele dieser Posts habe ich nach kurzer Zeit wieder gelöscht.

Manchmal habe ich Stunden an einem einzigen Beitrag gesessen, einen Artikel aus dem Magazin in einen Post verwandelt, jedes Wort zigmal gedreht, nur um ihn dann direkt wieder zu entfernen, weil die Angst vor dem Gesehenwerden größer war als die Freude am Teilen. Bis zu dem Tag, an dem ich beschlossen habe, diese Sichtbarkeitsängste über den sprichwörtlichen Hof zu werfen.

Ich habe auf dem Rückweg von der Arbeit einfach mein Handy genommen, ein Reel aufgenommen, nur mit meiner Stimme, weil mich ein Thema nicht losgelassen hat. Kein Konzept. Kein Filter. Kein Perfektionsanspruch. Und ab diesem Moment wurde etwas leichter. Die Angst vor dem Sich-Zeigen wurde von Mal zu Mal kleiner.

Heute macht es mir richtig Spaß, auf diese Weise mit meiner Community zu sprechen, Gedanken zu teilen, Reaktionen zu bekommen und zu spüren, dass echte Verbindung entsteht, wenn man sich erlaubt, einfach man selbst zu sein.

Das ist mein erstes Reel überhaupt. Mit diesem Reel habe ich auf Anhieb über 500 Aufrufe erzielt bei damals noch unter 100 Followern.

Leben ab 50 – der Weg zu einem eigenen Angebot

Zu diesem Zeitpunkt war vieles noch ungeklärt und unscharf. Ich wusste, dass ich ein Angebot für Frauen ab 50 entwickeln wollte, dass es einen Ort geben sollte, an dem Erfahrungen, Mut und neue Lebensperspektiven zusammenkommen. Aber wie genau dieses Angebot aussehen könnte, war noch völlig offen. Ich hatte noch keine klare Struktur, keinen fertigen Plan, keine sichere Form, keine Checkliste, kein perfekt ausgearbeitetes Konzept. Nur eine Idee, einen Wunsch, eine Vision, die sich mehr wie ein vages Gefühl anfühlte als wie etwas Greifbares.

Die Fragen überwogen die Antworten. Wie spreche ich Frauen ab 50 an, die vielleicht selbst noch nicht genau wissen, was sie wollen? Wie kann ich Inhalte liefern, die echten Mehrwert bringen, statt nur Ideen zu wiederholen, die schon überall zu finden sind? Welche Formate passen – Blogartikel, Newsletter, Kurse, E-Books? Wie baue ich eine Community auf, die sich verstanden und getragen fühlt? Wie viel darf ich von mir selbst zeigen, und wie viel muss ich professionell filtern? Und immer wieder diese leise, hartnäckige Unsicherheit: Reichen meine Erfahrungen aus? Bin ich überhaupt kompetent genug?

Dieses Aushalten von Unklarheit und Unsicherheit war eine der größten Herausforderungen dieses Jahres. Es fühlte sich manchmal an, als würde ich auf einem Drahtseil balancieren, ohne Netz, ohne die Sicherheit, dass alles glattläuft. Gleichzeitig war es spannend, weil genau in dieser Unsicherheit Raum entstand. Raum für Kreativität, für neue Ideen, für das Spiel mit Möglichkeiten, die ich vorher nicht gesehen hatte. Ich konnte experimentieren, Fehler machen, wieder zurückgehen, neu starten – und dadurch langsam herausfinden, was wirklich passt.

Der Prozess war kein linearer Weg, sondern ein ständiges Pendeln zwischen Angst, Mut und Neugier. Ich habe viel reflektiert, viel geschrieben, immer wieder Notizen sortiert und zusammengetragen, die ich über Jahre hinweg gesammelt hatte. Ich habe versucht, meine eigenen Erfahrungen – beruflich, persönlich, innerlich – zu bündeln, um daraus etwas zu machen, das andere Frauen wirklich erreicht. Oft war es ein chaotisches Durcheinander aus Gedanken, Ideen, Wünschen und Zweifeln, das aber mit jedem Schritt klarer wurde.

Die wichtigste Erkenntnis in dieser Phase war: Klarheit entsteht nicht, bevor man handelt. Sie wächst, während man tut, während man ausprobiert, während man sich zeigt, während man spricht und schreibt. Indem ich diesen Prozess angenommen habe, habe ich nicht nur die Struktur für mein zukünftiges Angebot entwickelt, sondern auch ein tiefes Vertrauen in mich selbst und in die Menschen, die ich erreichen möchte. Die Unsicherheit war kein Hindernis, sondern Teil des Weges, der es mir erlaubt hat, etwas Eigenes, Echtes und Relevantes zu schaffen.

Klarheit kam nicht durch Denken, sondern durch Tun

Die Klarheit, die sich gegen Ende dieses Jahres eingestellt hat, kam nicht aus langen Grübeleien oder endlosen Gedankenkreisen. Sie entstand nicht durch das ständige Analysieren oder das Planen von Szenarien, wie alles „perfekt“ laufen sollte. Stattdessen hat sie sich Stück für Stück durch das tatsächliche Tun entwickelt – durch Handeln, Schreiben, Teilen und sich zeigen.

Jeder veröffentlichte Text, jeder Blogartikel, jeder kleine Instagram-Post war ein Baustein in diesem Prozess. Anfangs mit zitternden Fingern, voller Selbstzweifel und immer wieder dem Impuls, alles sofort wieder zu löschen. Doch jedes Mal, wenn ich etwas nach außen gebracht habe, begann ein Dialog, der mir Rückmeldung gab: Nicht immer direkt, nicht immer laut, aber spürbar. Frauen ab 50 haben mir geschrieben, oft unerwartet, und ihre Worte haben mir gezeigt: „Ja, genau, ich kenne das. Ich fühle mich verstanden.“

Es waren diese Nachrichten, die mir halfen, Stück für Stück ein Bild davon zu entwickeln, wohin die Reise geht. Frauen, die ähnliche Fragen bewegten, die sich nach Orientierung für ihre nächste Lebensphase sehnten, deren Mut, sich neu zu erfinden, bei mir widerhallte. Diese Resonanz hat mir nicht nur gezeigt, dass mein Tun relevant ist, sondern auch, dass die Klarheit, die ich gesucht hatte, sich im Austausch mit anderen formt.

Jedes Feedback war ein kleines Licht im Nebel der Unsicherheit. Es hat mir erlaubt, meine Ideen zu prüfen, zu verfeinern und mutiger zu werden. Ich habe gelernt, dass man nicht warten muss, bis alles perfekt ist, um sichtbar zu werden. Klarheit entsteht, während man handelt. Während man schreibt, während man teilt, während man sich zeigt. Durch das Tun wurde das große, diffuse Gefühl von „Ich will etwas für Frauen ab 50 schaffen“ langsam konkret. Es wurden Konturen erkennbar, Strukturen sichtbar, eine Richtung spürbar – und damit wuchs das Vertrauen in mich selbst und in den Weg, den ich gehen möchte.

Am Ende des Jahres wusste ich: Nur indem ich den Mut hatte, Schritt für Schritt ins Handeln zu gehen, konnte aus der Ungewissheit ein klarer, tragfähiger Weg entstehen. Ohne das Tun wäre all das Wissen, all die Erfahrung, all die Ideen im Stillen geblieben – und hätten nie die Kraft entfaltet, die sie jetzt haben.

Shine als Ort für Erfahrungen und Neubeginn

Immer wieder in diesem Jahr drehte sich alles um das Thema Sichtbarkeit – um die Frage, wie man sich zeigt, welche Geschichten gehört werden und welche Impulse andere inspirieren können. Gleichzeitig ging es um berufliche Neuorientierung, um das Gefühl, dass Lebensphasen, die nach 50 beginnen, nicht stiller werden müssen, sondern Raum für neue Wege, neue Projekte und neue Ideen bieten. Immer wieder spürte ich in Gesprächen, Nachrichten und Rückmeldungen von Frauen ab 50: Sie sehnten sich danach, dass ihre Erfahrungen zählen, dass sie nicht einfach als abgeschlossene Kapitel abgehakt werden, sondern als wertvolle Grundlage dienen, auf der Neues aufgebaut werden kann.

Diese Erkenntnis wuchs Schritt für Schritt. Ich merkte, dass Shine mehr ist als ein Magazin, mehr als Artikel, Blogposts oder Newsletter. Shine ist ein Ort, an dem Geschichten, Erfahrungen und Erkenntnisse gebündelt werden dürfen – ein Raum, in dem Frauen sich ernst genommen fühlen, ihre eigene Lebensgeschichte reflektieren und sich gleichzeitig ermutigt fühlen, neue Schritte zu gehen. Es ist ein Ort, der Mut macht, weil er zeigt: Du bist noch nicht fertig, du kannst noch gestalten, du kannst noch sichtbar sein.

Mit dieser Klarheit begann für mich ein neues Kapitel: die Idee, aus Shine nicht nur ein Magazin, sondern ein eigenes Business zu machen, das aus gelebtem Leben heraus entsteht. Ein Business, das authentisch bleibt, weil es auf den eigenen Erfahrungen, den eigenen Fehlern, Erfolgen und Lernprozessen basiert. Nicht theoretisch, nicht fremdbestimmt, sondern echt und greifbar. Shine wurde damit nicht nur zu einem Medium für Inspiration, sondern zu einer Plattform für Austausch, Orientierung und Neubeginn – für mich selbst und für alle Frauen, die bereit sind, ihre nächste Lebensphase aktiv zu gestalten.

Es wurde klar, dass jede Rückmeldung, jede Nachricht und jede kleine Resonanz auf das, was ich teile, Bausteine für etwas Größeres sind: für ein Angebot, das wirklich verbindet, unterstützt und begleitet – ein Business, das aus Lebenserfahrung wächst und gleichzeitig anderen Frauen ermöglicht, selbst sichtbar, mutig und aktiv zu werden.

Corina Betti
Corina Betti

Ich liebe frische Blumen in meinem HomeOffice. Bei uns gibt es eine schöne Blumenwiese zu der mein Partner und ich oft spazieren und frische Blumen abschneiden.

Der neue Fokus ab Januar: Gesundheit und Karriere 50+

Gegen Ende des Jahres zeichnete sich langsam, aber deutlich eine Richtung ab. Nach Monaten des Nachdenkens, Experimentierens und Ausprobierens wurde mir klar, dass mein nächster Schritt nicht nur ein weiteres Projekt ist, sondern eine klare Mission: Ab Januar richtet sich mein Fokus auf Karriere 50+. Es geht um Frauen, die mitten im Leben stehen, die viel Erfahrung gesammelt haben, die aber vielleicht noch nicht wissen, wie sie diese Erfahrungen in eine neue berufliche Richtung, in ein selbstbestimmtes Projekt oder in ein eigenes Business übersetzen können. Frauen, die sich nicht länger klein machen wollen, sondern sichtbar und wirksam sein möchten.

Sichtbarkeit wird dabei ein zentrales Element sein. Nicht, um laut zu sein oder sich vergleichen zu müssen, sondern um die eigene Geschichte, die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Wert nach außen zu tragen. Denn gerade nach 50 gibt es so viel zu teilen, so viele Perspektiven, die inspirieren und Mut machen können. Sichtbar zu werden bedeutet, die eigene Stimme zu finden und sich zu trauen, sie zu nutzen – für sich selbst und für andere, die ähnliche Wege gehen oder gehen wollen.

Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Gesundheit die Grundlage für alles ist. Wer beruflich neu startet, neue Projekte wagt oder sich sichtbar macht, braucht innere Kraft, Energie und ein stabiles Fundament.

Körperliches Wohlbefinden, mentale Balance und ein bewusster Umgang mit Energie sind daher zentrale Themen, die alle Bereiche des Lebens durchziehen. Gesundheit ist kein separates Thema, sondern die Basis, auf der sich alles andere aufbauen lässt – von kreativen Ideen über berufliche Schritte bis hin zu persönlicher Weiterentwicklung.

Dieser neue Fokus ist kein abrupter Schnitt, sondern die logische Konsequenz eines Jahres, in dem ich mich selbst und mein Umfeld beobachtet, Erfahrungen gesammelt und gelernt habe, welche Themen wirklich tragen. Gesundheit und Karriere 50+ ist die Verbindung von Erfahrung, Mut, Sichtbarkeit und Selbstfürsorge. Es ist ein Weg, den ich mit Frauen teilen möchte, die bereit sind, ihre nächste Lebensphase aktiv, selbstbestimmt und gestärkt zu gestalten.

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Die Menschen, die mich getragen haben

Ein Jahr wie dieses trägt man nicht allein.
Und ich bin sehr dankbar für die Menschen, die mich begleitet haben.

Dankbarkeit für meine Jungs

Meine beiden wunderbaren Jungs erleben mich als umtriebige Mama, die selten stillsteht, die sich verändert, neu sortiert und immer wieder neue Ideen hat.
Sie rollen geduldig mit den Augen, wenn sich schon wieder etwas im Haus verschiebt oder wenn sie an meinem Rufen sofort hören, dass gleich Hilfe gebraucht wird, um ein Möbelstück zu tragen oder gemeinsam auszusortieren.
Und trotzdem sind sie da.
Mit Geduld, Humor und einer Selbstverständlichkeit, die mich oft tief berührt.

Mama und Sohn beim Pizza Essen

Mit meinem jüngeren Sohn beim Pizza Essen nach dem Christmas Shopping.

Mit Maxi auf dem Wasen

Mit meinem älteren Sohn auf dem Weg zum Wasen.

Dankbarkeit für meinen Partner

An meiner Seite war und ist auch mein Partner.
Abende lang sitzt er geduldig neben mir, während ich am Rechner arbeite, denn tagsüber gehe ich einer Vollzeitbeschäftigung nach und pflege das Magazin abends und an den Wochenenden.
Diese stillen Stunden nebeneinander, ohne Druck, ohne Ungeduld, waren ein wichtiger Halt in diesem Jahr.

Insel Veere Holland

Hier tanken wir Kraft. Auf Veere / Holland.

Nordseestrand Holland

Direkt am Meer.

Hafen Veere

Am Hafen von Veere.

Dankbarkeit für Nathalie

Und dann ist da Nathalie. Meine Freundin. Die Erste, die meine Ideen hört, oft noch bevor sie selbst sortiert sind. Sie stärkt mich, unterstützt mich, stellt kritische Fragen und kennt meinen Chaos-Kopf, weil sie selbst tausend Ideen gleichzeitig trägt. Sie ist Ratgeberin, Spiegel und Rückhalt zugleich.

Nathalie

Mit meiner lieben Freundin Nathalie auf einer Geburtstagsfeier.

Wenn das Umfeld sich verändert und stiller wird

Mit den Veränderungen in mir hat sich auch mein Umfeld verändert. Das war nicht immer leicht.
Einige langjährige Freundschaften sind ins Wanken geraten, nicht aus Streit, sondern aus Unverständnis.

Manche konnten meinen neuen Weg nicht nachvollziehen, und ich war anfangs irritiert und auch traurig darüber, wie wenig Resonanz mein neues Tun bekommen hat. Statt Unterstützung fühlte es sich oft nach Distanz an.

Erst mit der Zeit habe ich verstanden, dass das ein Teil von Veränderung ist.
Dass viele Creatorinnen und Creator ähnliche Erfahrungen machen.
Dass Unterstützung oft von Menschen kommt, die man vorher nicht kannte, während das eigene Umfeld leiser wird oder sich zurückzieht.

Dieses Wissen hat mir geholfen, loszulassen und nicht alles persönlich zu nehmen.

Was 2025 mich wirklich gelehrt hat

2025 war ein Jahr voller Widersprüche, voller Aufregung und zugleich leiser Momente der Reflexion. Es hat mir eindrücklich gezeigt, dass Mut oft ganz leise beginnt. Mut ist nicht immer ein lauter Sprung ins Unbekannte, nicht immer ein dramatischer Moment, der alle Blicke auf sich zieht. Oft ist es die kleine Entscheidung, etwas zu tun, obwohl man unsicher ist. Es ist das Veröffentlichen eines Textes, obwohl die Angst neben einem sitzt. Es ist das Einladen in die eigene Sichtbarkeit, auch wenn man nicht genau weiß, wie es aufgenommen wird. Genau diese leisen, kontinuierlichen Schritte bauen eine Kraft auf, die nachhaltiger wirkt als jeder Moment der dramatischen Inszenierung.

2025 hat mir auch gezeigt, dass Klarheit nicht aus endlosem Grübeln entsteht, sondern aus dem Tun. Ich habe lange gedacht, ich müsste erst alles wissen, bevor ich sichtbar werde oder Entscheidungen treffe. Doch die Antworten kamen nicht vor dem ersten Schritt, sondern währenddessen. Jeder Text, jedes Gespräch, jede Rückmeldung von Frauen ab 50, die sich gesehen fühlten, hat Stück für Stück das Bild geformt. Die Unsicherheit blieb, aber sie wurde kleiner, weil die Handlung selbst Klarheit schuf. Durch das Tun habe ich erfahren, was mir wichtig ist, wohin meine Reise geht und welche Angebote wirklich einen Unterschied machen können.

Und schließlich hat mir 2025 gezeigt, dass Vertrauen entsteht, wenn man sich selbst ernst nimmt. Vertrauen in die eigenen Ideen, in die eigenen Fähigkeiten und in die eigene Intuition. Dieses Vertrauen entwickelt sich nicht über Nacht. Es entsteht, wenn man die eigenen Zweifel akzeptiert, wenn man sich erlaubt, Fehler zu machen, und wenn man gleichzeitig auf die eigenen Impulse hört und ihnen Raum gibt. Vertrauen entsteht durch das konsequente Handeln im Einklang mit den eigenen Werten, durch das Wiederaufstehen nach Rückschlägen und durch das Bewusstsein, dass jede Erfahrung, ob erfolgreich oder herausfordernd, einen Schritt weiterbringt.

2025 hat mir damit ein Geschenk gemacht: die Erkenntnis, dass Mut, Klarheit und Vertrauen eng miteinander verbunden sind. Dass sie nicht auf einmal kommen, sondern sich langsam entfalten, während man lebt, handelt und sich zeigt. Und dass diese innere Entwicklung oft wertvoller ist als äußere Erfolge, weil sie die Basis dafür legt, gestärkt, sichtbar und selbstbestimmt in die kommenden Jahre zu gehen.

Fazit

  • Ich habe gelernt, dass Veränderung selten plötzlich kommt, sondern sich leise ankündigt und Geduld braucht, bis man bereit ist, ihr zu folgen.
  • Ich habe gelernt, dass Unsicherheit kein Zeichen von Scheitern ist, sondern oft der Anfang von etwas Echtem. Dass Klarheit nicht vorausgeht, sondern entsteht, wenn man sich bewegt.
  • Und ich habe gelernt, dass es sich lohnt, den eigenen Weg zu gehen, auch dann, wenn er vom Umfeld nicht sofort verstanden wird.
  • Dieses Jahr hat mich näher zu mir selbst geführt. Und genau daraus wächst shine weiter.

Was ich 2026 anders (besser) mache

  • Ich will noch gezielter meine Energie auf Projekte legen, die wirklich wirken und Menschen erreichen.
  • Ich werde noch klarer kommunizieren, was shine anbietet, und meine Ideen strukturierter umsetzen.
  • Außerdem möchte ich Routinen einführen, die mir helfen, Balance zwischen Vollzeitjob, Magazin und persönlichen Projekten zu halten, ohne dass der Kopf überläuft.
  • Ich plane, Feedback und Resonanz noch bewusster einzubeziehen, um schneller zu lernen und Anpassungen vorzunehmen.

5 große Ziele/Projekte für 2026

  1. Ausbau der Kategorie Karriere 50+ mit digitalen Produkten und Angeboten für Sichtbarkeit und Positionierung.
  2. Aufbau eines Community-Bereichs, in dem sich Frauen ab 50 austauschen, Ideen teilen und Unterstützung finden können.
  3. Entwicklung von Online-Workshops und Mini-Kursen für berufliche Neuorientierung.
  4. Ausbau von Kooperationen und Gastartikeln mit anderen Expertinnen und Medien.
  5. Persönliche Projekte wie House- und Workspace-Optimierung, um Kreativität und Produktivität zu steigern.

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Du kannst mich für Gastartikel, Interviews oder Beiträge zu Themen wie Gesundheit, Karriere, Sichtbarkeit, Mindset und persönliche Transformation für Frauen 50+ buchen.

Wenn du ein Online-Business gründen, als Speaker in Podcasts oder auf Bühnen auftreten möchtest, kann ich dich dabei begleiten. Durch mein Studium PR & Journalismus habe ich eine fundierte Grundlage um dich in die Sichtbarkeit zu bringen. Durch die Erfahrung mit meinem eigenen digitalen Business kann ich dich auch hier kompetent begleiten und beraten.

Zudem suche ich auch für meinen eigenen Content nach Interview-Partnerinnen und Expertinnen, die ihre Erfahrungen zu Gesundheit, Karriere(wechsel), Sichtbarkeit und Mut teilen möchten.

Mein Motto für 2026

„Mutig handeln, klar bleiben“

Dieses Motto fasst zusammen, was ich im kommenden Jahr leben möchte: trotz Unsicherheit Entscheidungen treffen, Schritte gehen und dabei immer meiner eigenen Klarheit und Intuition folgen.
Es wird mich daran erinnern, dass Fortschritt nicht perfekt sein muss, sondern echt und konsequent.

Exkurs: Wieso der Name „shine magazin“?

Der Name „Shine“ ist kein Zufall. Er drückt genau aus, was ich mit dem Magazin erreichen möchte: Frauen zum Strahlen bringen. Frauen, die ab einem gewissen Alter oft das Gefühl haben, sich zurücknehmen zu müssen, sich weniger zeigen zu wollen, weil sie glauben, dass ihre Zeit für Sichtbarkeit vorbei ist. Dabei befinden wir uns gerade in einer Phase des Umbaus, einer Zeit der Veränderungen – innerlich und äußerlich, durch die Wechseljahre, durch neue Lebensabschnitte, durch das Sammeln von Erfahrungen, die wertvoll sind, aber oft unsichtbar bleiben.

Mit Shine wollte ich einen Raum schaffen, in dem genau diese Frauen gesehen werden. Einen Ort, an dem ich meine eigenen Erfahrungen einbringen kann, aber gleichzeitig auch Fachpersonen zu Wort kommen, um Wissen und Inspiration zu teilen. Genau deshalb hat das Magazin seinen Charakter behalten: ehrlich, praxisnah, inspirierend und mit einem Fokus auf echte Lebenssituationen.

Darüber hinaus sollte Shine eine Plattform bieten, auf der Frauen Auszeiten, Kurse und Events leicht finden können – Yoga-Retreats, Malkurse, besondere Workshops und kleine Fluchten aus dem Alltag. Diese Seite war eine der ersten, die online ging, und sie wird bis heute unglaublich stark nachgefragt. Ich komme mit dem Einpflegen der verschiedenen Angebote kaum nach, weil immer wieder neue Anfragen und Ideen kommen. Das zeigt mir, wie groß das Bedürfnis nach Orientierung, Inspiration und gemeinsamem Erleben ist – und bestätigt, dass Shine genau die richtige Richtung eingeschlagen hat.

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