Mut loszulassen
Wie ich mit 40 mein Leben auf den Kopf stellte
Gastartikel von Patrizia Rizzello
Wenn das Leben nicht mehr passt
Ich hatte alles.
Einen angesehenen Job in einem DAX-Konzern, ein gutes Gehalt, eine schöne Wohnung, ein Auto. Ich konnte mir alle Wünsche erfüllen.
Von außen betrachtet war mein Leben perfekt und doch fühlte es sich immer mehr an wie ein Käfig aus goldenen Stäben.
Ich war die Frau, die alles im Griff hatte. Immer „on point“. Keine Fehler, kein Zögern. Mein Kalender war geplant, mein Alltag durchgetaktet.
Und irgendwann merkte ich: Mein Körper funktionierte, aber ich lebte nicht mehr.
Der Traum, der mich nicht mehr losließ
Da war dieser eine Gedanke, der sich langsam, leise und doch beharrlich in mein Herz schlich. Eine Weltreise.
Zuerst erschien er mir lächerlich. Zu weit weg, zu riskant, zu „spät“. Ich war 40, wer schmeißt da schon alles hin?
Aber dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los. Er kam in den stillen Momenten, wenn ich abends nach der Arbeit in meiner Wohnung saß. Er kam, wenn ich aus dem Fenster schaute und mich fragte, wann ich eigentlich das letzte Mal wirklich frei war.
Die drei Wochen Urlaub im Jahr reichten mir nicht mehr. Ich wollte nicht mehr leben, um zu arbeiten. Ich wollte arbeiten, um zu leben.

Die Entscheidung
Eines Morgens wusste ich: Jetzt oder nie.
Ich nahm all meinen Mut zusammen, klopfte an die Tür meines Chefs und sagte: „Ich muss mit Ihnen reden.“ Meine Stimme, meine Hände – alles zitterte, aber meine Entscheidung stand fest. Ich erzählte ihm von meinem Wunsch, die Welt zu entdecken, von meiner Sehnsucht nach Freiheit. Er sah mich an, schwieg einen Moment und sagte dann: „Machen Sie, Frau Rizzello..und dann kommen Sie zurück.“
Ich lächelte, dankbar für sein Verständnis. Doch tief in mir wusste ich: Ich würde nicht zurückkehren. Ich wollte fliegen.
Das Loslassen
Nach diesem Gespräch nahm alles seinen Lauf, fast wie von selbst.
Ich kündigte.
Ich verkaufte meine Möbel, spendete meine Kleidung, mein Hab und Gut.
Ich sah zu, wie fremde Menschen meine Dinge aus der Wohnung trugen und spürte dabei keine Trauer, sondern Erleichterung. Was blieb, war eine leere Wohnung und ein Herz, das vor Freiheit pochte. Ich erinnere mich an den Moment, als ich mein One-Way-Ticket in den Händen hielt.
Da war kein Plan, kein Sicherheitsnetz, nur Vertrauen. Und dieses leise, aufgeregte Gefühl, dass jetzt endlich das echte Leben beginnt.
Drei Jahre Weltreise
Aus einem Jahr wurden drei.
Ich reiste durch Asien, Ozeanien, Südamerika. Ich lernte, mit wenig zu leben und mit viel zu fühlen. Ich erlebte Sonnenaufgänge über den Reisfeldern in Bali, tanzte barfuß im Sand in Australien, saß mit Fremden am Lagerfeuer in Südafrika und sprach über das Leben. Jede Begegnung, jede Erfahrung war ein Spiegel. Ich lernte, wer ich bin…ohne Titel, ohne Status, ohne Plan.Das Reisen machte mich süchtig nach Freiheit.
Ich wurde mutiger, neugieriger, weicher. Ich habe gelernt, dass Sicherheit nicht im Außen liegt, sondern in mir selbst.
Die nächste Entscheidung
Nach zwei Jahren wusste ich: Ich will nicht zurück in mein altes Leben.
Ich wollte weiter frei sein, weiter gestalten. Diesmal auf meine Weise.
Also gründete ich mein eigenes Unternehmen. Aus der Vorstandsassistentin wurde eine Unternehmerin. Heute begleite ich andere Frauen, die selbstständig sind. Ich helfe ihnen, ihre Träume umzusetzen, ihre Strategien zu strukturieren, ihre Technik zu meistern, damit sie den Mut finden, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Ich arbeite ortsunabhängig, mal in Thailand, mal in Sri Lanka, manchmal einfach von einem Café am Meer aus. Ich wache morgens auf und frage mich: „Wo möchte ich heute leben?“ und oft ist die Antwort: „Genau hier.“
Was ich gelernt habe
Loslassen ist kein einmaliger Akt. Es ist ein Prozess, ein ständiges Neuanfangen, ein Üben im Vertrauen. Ich habe gelernt, dass das Leben nicht auf uns wartet. Dass der richtige Moment nicht irgendwann kommt, sondern jetzt.
„Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, zu gehen trotz der Angst.“
Heute weiß ich: Ich habe weniger Dinge, aber mehr Leben. Weniger Sicherheit, aber mehr Vertrauen. Weniger Kontrolle, aber unendlich mehr Frieden. Und wenn mich jemand fragt, ob ich es wieder tun würde, sage ich ohne zu zögern: Ja. Immer wieder. Denn manchmal beginnt das Leben genau in dem Moment, in dem man alles loslässt, was man dachte, sein zu müssen.
Mut loszulassen war meine größte Entscheidung und mein größtes Geschenk. Denn wer loslässt, macht Platz für das, was wirklich zählt: Freiheit, Liebe und das Vertrauen in den eigenen Weg.
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Über Patrizia Rizzello
Patrizia Rizzello ist Launch Managerin & E-Mail-Marketing-Expertin für Leadership- und Business-Coaches. Sie kommt aus dem Top-Management-Umfeld. Viele Jahre arbeitete sie als Vorstandsassistentin in internationalen Konzernen. Heute begleitet sie selbständige Coaches beim Aufbau von E-Mail-Marketing, das verlässlich läuft. Sie übernimmt Technik, Strategie und Automatisierung. Ihre Kundinnen gewinnen Klarheit, Zeit und eine stabile Verbindung zu ihrer Community.
Geboren in Süditalien, aufgewachsen in Deutschland, lebt sie heute ortsunabhängig. Arbeit, Leben und Freiheit gehören für sie zusammen.
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